Kundgebung: Kinderrechte auf die Straße

Unter dem Motto „Kinderrechte auf die Straße“ soll am Sonntag, dem 26. Oktober 2025, in Chemnitz eine temporäre Spielstraße entstehen. Für zwei Stunden – ab 12.30 Uhr – wird die Zwickauer Straße auf Höhe der Hausnummer 136 für den Autoverkehr gesperrt und den Kindern und Jugendlichen überlassen.

Organisiert wird die Aktion von der Allianz für Substanz, die damit auf die Bedeutung von Freiräumen für junge Menschen aufmerksam machen möchte. „Chemnitz braucht eine generationengerechte Perspektive. Was wir heute Kindern und Jugendlichen vorenthalten, fehlt morgen der ganzen Stadt an Lebensqualität“, heißt es in der Ankündigung.

Unter dem Motto „Mitmachen und Mitgestalten“ sind Familien eingeladen, Straßenkreide, Roller, Springseile oder Seifenblasen mitzubringen und die Straße gemeinsam in einen Ort des Spiels und der Begegnung zu verwandeln. Auch kleine Sport- und Kreativangebote sind geplant – etwa gemeinsames Trommeln mit der Gruppe Arba Manhillah, eine Live-Ausstellung des Projekts Bordercrossings sowie das Bemalen von Transparenten.

Mit der Aktion wollen die Veranstalter ein Zeichen setzen für Teilhabe, Bildung, Freizeit und Schutzräume für Kinder und Jugendliche in Chemnitz. Jugendhilfe, Kultur und Bildung seien keine Luxusgüter, sondern Grundlagen einer solidarischen Stadtgesellschaft, betonen die Organisatoren.

Die Kundgebung steht allen offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Logos aller Bündnispartner der Allianz für Substanz

©Allianz für Substanz

Die Allianz für Substanz Chemnitz ist ein zivilgesellschaftliches Bündnis, das sich für den Erhalt und die nachhaltige Stärkung sozialer, kultureller und bildungspolitischer Angebote in Chemnitz einsetzt und gegen Kürzungen in diesen Bereichen mobilisiert.

Zurück

Weitere Beiträge

In Gedenken an einen großen Abenteurer der Sozialen Arbeit

„Sozialpädagogik ist der letzte Abenteuerberuf, den es in der heutigen Zeit noch gibt.“ (C. W. Müller) Im hohen Alter und dennoch völlig überraschend ist letzte Woche der geschätzte Prof. C. W. Müller verstorben. Die AGJF Sachsen ... Weiterlesen …

"Niemanden allein lassen." - Ein Policy Paper für die Jugendarbeit

Gemeinsam mit der Sächsischen Landjugend, dem Kulturbüro Sachsen und der LAK MJA Sachsen haben wir ein neues Policy Paper verfasst. Darin wollen wir darauf aufmerksam machen, dass rechte Bewegungen innerhalb der Pandemie wieder vermehrt Angebote für Jugendliche machen und die Lücke durch die Schließungen ... Weiterlesen …

Entwurf des KJSG am Donnerstag im Plenum des Bundestages

In der 224. Sitzung des Bundestages am Donnerstag, 22.04.2021, wird ab 9.40 Uhr über die aktuelle Fassung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes beraten. Auf der Webseite des Deutschen Bundestages heißt es hierzu: "Der Bundestag berät dazu am Donnerstag, 22. April 2021, ... Weiterlesen …

Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz

Bereits 1992 wurde die UN-Kinderrechtskonvention von Deutschland ratifiziert - jedoch sind Kinderrechte noch nicht im Grundgesetz verankert. Nach dem Referentenentwurf des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) im November 2019 verständigte sich die Bundesregierung im Januar ... Weiterlesen …

Kommentierung zur Öffnung von Kinder- und Jugendeinrichtungen unter Pandemie-Bedingungen

Der Bundesverband BAG OKJE hat eine aktuelle Kommentierung veröffentlicht, die verdeutlicht: Offene Kinder- und Jugendarbeit ist Teil einer gesetzlich verankerten Jugendhilfe. Auslegungen der in den Bundesländern gültigen Schutzverordnungen würden zu kurz greifen, wenn die Kinder- und Jugendarbeit ... Weiterlesen …

GEMA verlängert Kulanzregelung für behördlich angeordnete Betriebsschließungen

Die GEMA hat unsere Mitgliedsorganisationen bereits im Vorjahr mit einer Kulanzregelung unterstützt und vertraglich vereinbarte Lizenzgebühren für die Zeit der behördlich bedingten Schließungen gutgeschrieben. Nun verlängert die GEMA aufgrund der am 23. März von Bund und Ländern beschlossenen ... Weiterlesen …