• AGJF Sachsen
  • Aktuelles
  • AfD „arrangiert“ - Klarlegung zum Thema Gender und geschlechterreflektierte Arbeit

AfD „arrangiert“ - Klarlegung zum Thema Gender und geschlechterreflektierte Arbeit

Aktuell propagiert die AfD auf ihrer Webseite eine unsachliche und vor allem unfachliche Kampagne gegen den vermeintlichen „Genderwahn“ und ruft zum „Arrangieren“ auf

Klarlegung:

Mit ihren Äußerungen verkennt die AfD die Regelungen des im §9 SGB VIII festgeschriebenen Grundsatz der Gleichberechtigung von jungen Menschen, vgl. https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__9.html.

Auf dieser Grundlage hat sich die sächsische Kinder- und Jugendhilfelandschaft in den letzten Jahren verstärkt dem Thema Gender und geschlechterreflektierte Arbeit gewidmet. Ein Thema, welches innerhalb der Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewonnen hat und das Recht eines jeden Menschen nach freier Entfaltung und selbstbestimmter Lebensweise zusichert.

Beim Thema Gender und geschlechterreflektierte Arbeit geht es um die gleichberechtigte Teilhabe aller jungen Menschen in einem demokratischen Sachsen.

Einen wichtigen Meilenstein erreichte der Landesjugendhilfeausschuss (LJHA) in seiner 9. Sitzung am 16.06.2022, in dem die sächsische Empfehlung zur geschlechterreflektierenden Arbeit mit jungen Menschen im Rahmen des SGB VIII einstimmig beschlossen wurde, siehe Ergebnisprotokoll unter https://www.landesjugendamt.sachsen.de/landesjugendhilfeausschuss-3953.html.

Von Seiten der AfD-Fraktion sind im Landesjugendhilfeausschuss aktuell drei stimmberechtigte ordentliche Mitglieder und drei stellvertretende Mitglieder, alle Mitglieder des Landtags (MdL) der AfD-Fraktion, benannt (vgl. https://www.landesjugendamt.sachsen.de/download/Mitgliederliste_Landesjugendhilfeausschuss.pdf). Hier hat sich die AfD im LJHA nicht zum Thema Gender und geschlechterreflektierte Arbeit eingebracht. Bei den Sitzungen des LJHA ist sie selten bis nicht zugegen.

Dass die AfD diese Entwicklung mit populistischen Bezeichnungen wie dem sogenannten „Genderwahn“ in Frage stellt, zeigt einmal mehr: Mit der AfD ist keine geschlechterreflektierende oder heteronormativitätskritische Jugendarbeit zu machen.

weiterführende Links:

https://www.agjf-sachsen.de/neutralitaetsdebatte.html

https://offene-jugendarbeit.net/dateien/pdf/Handreichung_OKJE-RZ-web.pdf

Positionspapier Gender und geschlechterreflektierende Praxis

Jugendarbeit ist mit der AfD nicht zu machen

Zurück

Weitere Beiträge

Position und Stellungnahme zur Zukunft der EU-Strukturförderung

Als Mitglied im ESF-Begleitausschuss können die AGJF Sachsen und ihre Mitgliedsorganisationen ihre Position und Stellungnahme zur Zukunft der EU-Strukturförderung sowie zum Reflexionspapier über die Zukunft der EU-Finanzen der Europäischen Kommission ... Weiterlesen …

Neuer Vorstand gewählt

Zu unserer Mitgliedsversammlung am 14.06.2017 wurde von anwesenden Mitgliedsorganisationen ein neuer Vorstand der AGJF Sachsen gewählt. In der ersten konstituierenden Sitzung wurde Dr. Sandra Zabel zur Vorstandsvorsitzenden bestimmt und Jörg Schneider zu ihrem Stellvertreter. Schatzmeisterin bleibt ... Weiterlesen …

Fobi on the road

Der sozialpädagogische Alltag konfrontiert Kolleg_innen und Führungskräfte neben den gewohnten Anforderungen, mitunter mit überraschenden Situationen und Themen. Diese bedürfen manchmal auch außergewöhnlicher Fähigkeiten und Interventionen. Dabei kann dann ein Bedürfnis nach externer Unterstützung ... Weiterlesen …

Fachforum Demokratische Jugendarbeit

In diesem Fachforum des Projektes MUT - Interventionen soll der Frage nachgegangen werden, welche Menschen aus welchen Gründen Hasskommentare verfassen. Diesbezüglich werden zur Veranstaltung online Fälle von Volksverhetzung, Beleidung und übler ... Weiterlesen …

Newsletter im August

Der Newsletter der AGJF Sachsen "Jugendarbeit im Blick" für August wurde heute an die Abonnent_innen versendet. Jeden ersten Dienstag im Monat informieren wir über aktuelle Entwicklungen in der und um die AGJF Sachsen. In den Newsletter integriert ist ... Weiterlesen …

Projektwerkstatt für Internationale Projekte

Das Projekt Uferlos lädt Jugendliche ein, ihr eigenes internationales Projekt zu gestalten. Mit ihren Ideen und Wünschen können sie gemeinsam mit Sozialarbeiter_innen ihres Jugendclubs und anderen Jugendlichen Projekte entwickeln und sich Tipps zur Umsetzung einholen. Hier ... Weiterlesen …

Netzwerktreffen connect

„Negativer Asylbescheid – Was nun?“ – Netzwerktreffen connect Aktuell sind viele geflüchtete Menschen mit einem negativen Asylbescheid konfrontiert. Die Anerkennungsquote für afghanische Flüchtlinge ist bspw. im ersten Halbjahr 2017 auf 44,1 % im Vergleich zu 55,8 % im Vorjahr ... Weiterlesen …

Modulreihe Land in Sicht!

Ursachenbezogene Strategien des Abbaus neonazistischer, gewaltakzeptierender und menschenfeindlicher Haltungen sind nachhaltig nur umsetzbar, wenn wichtige Akteur_innen innerhalb eines Sozialraums und Beziehungspersonen junger Menschen in die Lage versetzt werden, sowohl die Lebenswelt als auch den ... Weiterlesen …